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fishermen
ein fischer kontrolliert am frühen morgen seine stellnetze, die fänge werden weniger und die fische immer kleiner, forscher haben herausgefunden, dass dies auch mit dem klimawandel zu tun hat, die fische werden nicht mehr so groß, teilweise büßen sie bis zu 60% ihres körpergewichts ein!
Der Preis: ein Gutschein der Familienfischerei Zach und Torte der Bäckerei Reichau

Platz 2: Carsten Ulrich
Fischer vom Stettiner Haff
Fischer auf dem Weg in den kleinen Heimathafen von Warsin. Es gibt nur noch einige wenige Fischer in Warsin, die mit Stellnetz und Reuse ihr Glück versuchen. Die Stimmung war atemberaubend.
Der Preis: ein Gutschein der Fischereigenossenschaft Haffküste und Torte der Bäckerei Reichau

Platz 3: Carsten Ulrich
Lebenslust
Lebensfreude. Auch schon im Mai ist es schön am Ostseestrand. Vor lauter Lebensfreude versucht das Mädchen einen Handstand. Ich glaube der ist ihr gelungen. Die Szenerie dauerte nur einige Sekunden. Also Eile war geboten, ich habe sofort auf den Auslöser gedrückt.
Der Preis: Bildband über den Kreis Uecker-Randow der Fischereigenossenschaft Haffküste

Carsten Ulrich: Ohne Leitplanken
Sten Vondrak: on the beach Ueckermünde
Sten Vondrak: Liepgarten
Fanny Bartsch: Hinweisschild am Haffbad (Geschenkkorb der Original Bauerngarten-Manufaktur)
Eva Schlee: Nachhaltiger Tourismus am Neuwarper See
Roland Lumma: Winterwanderung (Geschenkkorb der Original Bauerngarten-Manufaktur)
Francesca Manteufel: Ueckermündung (Naturparkpaket)
Roland Lumma: Sonnenuntergang in Altwarp
Vanessa Zach: Kind mit Fernglas (Naturparkpaket)
Jan Dittmann: Winkende Segler
Jean-Peer Manteufel: Meer mit Segler
Robert Dittmann: Hobbyfotografen
Cindy Grundmann: Strandabgang Ueckermünde
Setzen Sie das Thema kreativ und künstlerisch frei um. Uns interessieren positive und negative Effekte durch Tourismus und Klimawandel, die man abbilden kann: Sporturlaub, Erholungsurlaub, Umweltbildung, Naturerlebnis, Infrastruktur, Kunstgewerbe, Kitsch, Kultur, Küstenschutz, Erosion, alternative Energien, Müllbeseitigung und alles, was Ihnen sonst noch zum Thema einfällt. Von 1.3.-1.4.2009 konnten Sie teilnehmen. Unsere Jury vergabe Punkte für die vier geforderten Kriterien und kürte damit drei Fotos aus dem Teilnehmerfeld zu den besten. Alle eingereichten Fotos können vorerst weiterhin in der Wettbewerbs-Datenbank betrachtet werden. Sie werden langfristig in unsere Küstenfotodatenbank integriert werden.
Die Sieger: Mit gleich zwei Fotos, die die jeweils höchste Punktzahl erreichten, gewann Georg Hundt, Kommunikationsdesign-Student der Hochschule Wismar zwei der Preise. Er hat seine Begegnung mit einem Fischer frühmorgens um vier Uhr beim Frischfischverkauf vom Kutter aus festgehalten und mit einer weiteren, kunstvollen Aufnahme mit poetischem Begleittext zum Wettbewerb beigetragen. Die zweite Aufnahme zeigt das Ostseewasser über unter unter Wasser bei der Wendorfer Seebrücke und er fragt damit "Wo ist der Fisch?". Mit nicht einmal einem Punkt weniger Abstand wurde Carsten Raum mit seinem Foto von der Eröffnung der Wismarer Heringstage prämiert. Es zeigt einen Hering auf übergroßer Holzgabel mit Bürgermeisterin Dr. Rosemarie Wilcken im Hintergrund, die sich den ersten Hering der Heringstage munden lässt.
Die Siegerfotos mit den zugehörigen Texten der Autoren
Georg Hundt:
Früh Morgens um vier Uhr - etwas mitgenommen beschließe ich, von einer Party nach haus gehend, einen entspannenden Umweg über den Alten Hafen zu nehmen, als sie plötzlich da waren! Nie habe ich sie zuvor dort gesehen, ihr leeres wartendes Boot aber eigentlich immer - die Fischer.
Wie sie da sitzen, ihren Fisch ausnehmen, ihn verkaufen und in unnachamlicher, sympathsch-norddeutscher Art äußerst verknappt mit solch starken Dialekt mit einander schnacken, dass ich kaum etwas verstehe - wunderbar.

WASSER, uns eigentlich bestens bekannt, von uns zum Leben dringend
benötigt. Wir bestehen selbst zu gut 60 Prozent aus Wasser, unsere
Vorfahren stammen aus dem Wasser, „vor“ unserem Leben lagen wir
neun Monate im Wasser. Wir trinken es, reinigen uns damit, scheiden
es aus. Wir empfinden es als wohltuend, siedeln uns um seine
Vorkommen an, verdienen damit Geld oder bezahlen dafür. Unser Planet
ist zu zwei Dritteln mit Wasser bedeckt.
Obwohl es wenig gibt, dem
wir so verbunden sind, wie dem Wasser, bleibt es uns oft fremd. Zwar
zieht es uns zum
– in Seen und Meere, Thermen und Pools, Duschen
und Badewannen – aber wir bleiben im Wasser nur Gast.
Unsere
eigentliche Lebensumgebung befindet sich am,
nicht im Wasser.
Die
Sicht unter Wasser ist für uns erwachsene Menschen fremd, zumindest
ungewohnt. Wir kennen die faszinierenden Aufnahmen bunt funkelnder
Korallenriffe, versunkener Schiffe in den Weltmeeren, unwirklich
scheinender Unterwasserlebewesen. Wir kennen Fische und Meeressäuger,
die Dynamik ihrer Schwärme, die Anmut des Erscheinens eines Wals
oder eines Hais.
Was aber ist mit dem einfachen Blick ins einfache
Wasser?
In diese Masse, dieses Etwas, dass Meere, Seen und
Badewannen füllt und zur Illusion eines Plateaus, einer Fläche
wird, auf der man sicher zu stehen glauben könnte? Es lebt. Es ist
ständig in Bewegung, mit der Möglichkeit zu erstarren, uns wirklich
zu tragen oder sich einfach zu verflüchtigen.
Ein eigener
Lebensraum. Bei uns, aber nicht mit uns.
Luftbläschen im Wasser
wirken wie schwebende Kugeln, wie kleine Flugobjekte, die es in die
Höhe zieht. Strudel verformen die große, übermächtige Masse.
Es
ist nichts als eine Frage der Zeit und alles ist wie vorher.
Mit
einem gewaltigen Sprung in das, woraus wir bestehen, was uns auch mit
Leichtigkeit umbringen kann, zerstören wir die scheinbare Ruhe des
Wassers
– die Ruhe dieses
Lebensraums. Für diesen Moment des
Eindringens,
mit dem Zerbrechen dieser Schicht, der
Wasseroberfläche,
stiften wir Chaos.

Am Sonntag, den 5.4.2009 wurden auf der Abschlussveranstaltung der Wismarer Heringstage im Alten Hafen die Sieger-Fotos ausgestellt und ihre Fotografen prämiert. Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit mit Michael Krauß vom Hanseatischen Köcheclub Wismarbucht e.V., dem Moderator der Heringstage, Norbert Bosse, den Jurymitgliedern, den Preisstiftern aus Wismar: Buchhandlung Weiland, EDEKA aktiv-markt Korzak und Hotel Altes Brauhaus und für die finanzielle Unterstützung durch die Lighthouse Foundation, die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung und die "Stiftung seeklar".