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Das Fotowettbewerbsthema Tourismus & Klimawandel wurde von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ganz unterschiedlich umgesetzt, mal sehr künstlerisch, mal dokumentarisch oder mit einer ungewöhnlichen Idee. Die Jury hatte 4 Kriterien zu Foto und Beschreibung zu bewerten, jeweils vor dem Hintergrund des gestellten Themas, wobei die Fotokriterien zu 2/3 gewichtet wurden. Die besten sechst Beiträge werden im Meeresmuseum in Stralsund ausgestellt. Die 10 bestplatzierten Beiträge erhalten Preise.
Platz 1: Rico Nestmann
Dieses Foto, das im Frühjahr 2009 aufgenommen wurde, zeigt die Flachwasserbereiche zwischen den Ostseeinseln Rügen (links) und Hiddensee (rechts) aus der Luft betrachtet. Die Ausläufer des Bugs (Rügen) und der Bessine (Hiddensee) gehören zur Kernzone I des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft. Ein Großschutzgebiet, das seit 1990 als "Tafelsilber der deutschen Einheit" gilt und in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen feiert. Der Schutz dieser einzigartigen Natur ist ein wichtiges Ziel des nachhaltigen Tourismus.

Platz 2: Philipp Peuß
Das Bild ist an einem kalten Januarmorgen entstanden. In den Wintermonaten ist dieser Ort besonders schön, da man kaum auf Menschen stößt und die Natur ganz für sich allein genießen kann. Wenn sich die oftmals mächtige Brandung an den Felsen bricht spürt man direkt die Kraft des Meeres und den mächtigen Widerstand mit dem sich die Insel Rügen gegen die Erosion stemmt.

Platz 3: Philipp Peuß
Seebrücken & Anlegestellen für den Schiffsverkehr gehören seit der Wiedervereinigung zum Bild fast aller deutschen Ostseebäder. Die Seebrücke in Zingst ist im Mai 1993 eingeweiht worden. Sie ist 270 m lang, 2,50 m breit und ein beliebtes Ausflugsziel für jung und alt. Vor allem Pärchen genießen hier die fantastischen Sonnenauf- & -untergänge.

Platz 4: Philipp Benz
Die Ruhe vor dem Tourismusansturm

Platz 5: iris Ebert
Im Vordergrund ist die heutige Nutzung des Strandes als Ort für Spiel und Erholung durch die Sandburg und die Spielschaufeln symbolisiert. Im Hintergrund zeigt sich fast bedrohlich, wie das Wasser mit Macht die Idylle zu zerstören droht, als Folge des Klimawandels und des steigenden Meeresspiegels.

Platz 6: Antje Schmidt
Jahrhundertwinter?

Platz 7: Claudia Lorenz
Strandgut: Hinterlassenschaften des Meeres oder des Menschen ...

Platz 8: Bernd Tscheuschner
Das Bild zeit einen sensiblen Küstenabschnitt an den Wissower Klinken zwischen Sassnitz und dem Königsstuhl auf der Insel Rügen. Zu sehen sind großflächige (Kreide-)Küstenabbrüche, die Laub- und Nadelbäume ins kreidegefärbte Ostseewasser befördert haben.

Platz 9: Britta Huber
Ein herrlicher Tag endet ruhig am Großen Jasmunder Bodden in Lietzow.

Platz 10: Philipp Benz
Ob am Tage oder bei der Nacht Stralsund lebt und ist stets erwacht.

Platz 11: Gerhard Busch
Strand von Sassnitz

Platz 12: Almuth Rosenow
Eine spontane Bewegung vor dem Hintergrund einer menschenleeren Seebrücke, spät abends und wegen der Kälte dick angezogen. Das Foto zeigt ein typisches Motiv dieser Gegend anders, als man es eigentlich kennt: im Winter.

Platz 13: Philipp Peuß
Die mächtige neue Brücke die zur Entlastung des alten Rügendamms gebaut wurde wirk gerade aus der Froschperspektive sehr beeindruckend. Für den Bau der zu den größten Verkehrsbauten Deutschlands gehörenden Brücke waren etwa 180.000 Tonnen Beton sowie 22.000 Tonnen Stahl erforderlich.

Platz 14: Claudia Lorenz
Naturschauspiel: Ich stand ergriffen, am Wegesrand , soviel anmutige Schönheit betrachten zu dürfen, Frieden zu spüren und zu hoffen, dass Menschen begreifen lernen unsere Natur zu schützen und nicht weiterhin zu zerstören.

Platz 15: Edgar Ackermann
"Tourismus bildlich"
Stralsund
als Anziehungspunkt für interessierte Besucher. Am Querkanal und der
Museumsinsel wird durch Gaststätten und Handel entsprechende
Unterstützung gegeben.

Platz 16: Britta Huber
Am Morgen kann man noch die Ruhe genießen.

Platz 17: Antje Schmidt
Normaler Winter oder beginnende Eiszeit?

Platz 18: Almuth Rosenow
Das Bild ist entstanden, als ich selbst per Rad unterwegs war. Ich war einfach losgefahren, gespannt, was mir begegnen würde. Scheinbar hatten sich viele das Gleiche gedacht wie ich - an der Seebrücke standen die Fahrräder schon in mehreren Schichten aneinandergelehnt.

Platz 19: Gerhard Busch
Touristen im Seebad Binz

Platz 20: Wolfgang Schneider
Steingesicht

Alle weiteren Beiträge finden Sie nach wie vor in der Wettbewerbsdatenbank.
VERLÄNGERUNG BIS 1.5.2010
In der Region Stralsund/Rügen/Usedom suchen wir vom 1.-22. April 2010 kreative Beiträge für unseren Fotwettbewerb zum Thema Nachhaltiger Tourismus und Anpassungen an den Klimawandel. Zu jedem eingereichten Foto (3 pro Person möglich) gehört eine Beschreibung oder Aussage, passend zum Thema. Die besten Beiträge werden prämiert und im Meeresmuseum in Stralsund ausgestellt. Kinderbilder (bis einschließlich 15 Jahre) werden gesondert prämiert.





fishermen
ein fischer kontrolliert am frühen morgen seine stellnetze, die fänge werden weniger und die fische immer kleiner, forscher haben herausgefunden, dass dies auch mit dem klimawandel zu tun hat, die fische werden nicht mehr so groß, teilweise büßen sie bis zu 60% ihres körpergewichts ein!
Der Preis: ein Gutschein der Familienfischerei Zach und Torte der Bäckerei Reichau

Platz 2: Carsten Ulrich
Fischer vom Stettiner Haff
Fischer auf dem Weg in den kleinen Heimathafen von Warsin. Es gibt nur noch einige wenige Fischer in Warsin, die mit Stellnetz und Reuse ihr Glück versuchen. Die Stimmung war atemberaubend.
Der Preis: ein Gutschein der Fischereigenossenschaft Haffküste und Torte der Bäckerei Reichau

Platz 3: Carsten Ulrich
Lebenslust
Lebensfreude. Auch schon im Mai ist es schön am Ostseestrand. Vor lauter Lebensfreude versucht das Mädchen einen Handstand. Ich glaube der ist ihr gelungen. Die Szenerie dauerte nur einige Sekunden. Also Eile war geboten, ich habe sofort auf den Auslöser gedrückt.
Der Preis: Bildband über den Kreis Uecker-Randow der Fischereigenossenschaft Haffküste

Carsten Ulrich: Ohne Leitplanken
Sten Vondrak: on the beach Ueckermünde
Sten Vondrak: Liepgarten
Fanny Bartsch: Hinweisschild am Haffbad (Geschenkkorb der Original Bauerngarten-Manufaktur)
Eva Schlee: Nachhaltiger Tourismus am Neuwarper See
Roland Lumma: Winterwanderung (Geschenkkorb der Original Bauerngarten-Manufaktur)
Francesca Manteufel: Ueckermündung (Naturparkpaket)
Roland Lumma: Sonnenuntergang in Altwarp
Vanessa Zach: Kind mit Fernglas (Naturparkpaket)
Jan Dittmann: Winkende Segler
Jean-Peer Manteufel: Meer mit Segler
Robert Dittmann: Hobbyfotografen
Cindy Grundmann: Strandabgang Ueckermünde
Setzen Sie das Thema kreativ und künstlerisch frei um. Uns interessieren positive und negative Effekte durch Tourismus und Klimawandel, die man abbilden kann: Sporturlaub, Erholungsurlaub, Umweltbildung, Naturerlebnis, Infrastruktur, Kunstgewerbe, Kitsch, Kultur, Küstenschutz, Erosion, alternative Energien, Müllbeseitigung und alles, was Ihnen sonst noch zum Thema einfällt. Von 1.3.-1.4.2009 konnten Sie teilnehmen. Unsere Jury vergabe Punkte für die vier geforderten Kriterien und kürte damit drei Fotos aus dem Teilnehmerfeld zu den besten. Alle eingereichten Fotos können vorerst weiterhin in der Wettbewerbs-Datenbank betrachtet werden. Sie werden langfristig in unsere Küstenfotodatenbank integriert werden.
Die Sieger: Mit gleich zwei Fotos, die die jeweils höchste Punktzahl erreichten, gewann Georg Hundt, Kommunikationsdesign-Student der Hochschule Wismar zwei der Preise. Er hat seine Begegnung mit einem Fischer frühmorgens um vier Uhr beim Frischfischverkauf vom Kutter aus festgehalten und mit einer weiteren, kunstvollen Aufnahme mit poetischem Begleittext zum Wettbewerb beigetragen. Die zweite Aufnahme zeigt das Ostseewasser über unter unter Wasser bei der Wendorfer Seebrücke und er fragt damit "Wo ist der Fisch?". Mit nicht einmal einem Punkt weniger Abstand wurde Carsten Raum mit seinem Foto von der Eröffnung der Wismarer Heringstage prämiert. Es zeigt einen Hering auf übergroßer Holzgabel mit Bürgermeisterin Dr. Rosemarie Wilcken im Hintergrund, die sich den ersten Hering der Heringstage munden lässt.
Die Siegerfotos mit den zugehörigen Texten der Autoren
Georg Hundt:
Früh Morgens um vier Uhr - etwas mitgenommen beschließe ich, von einer Party nach haus gehend, einen entspannenden Umweg über den Alten Hafen zu nehmen, als sie plötzlich da waren! Nie habe ich sie zuvor dort gesehen, ihr leeres wartendes Boot aber eigentlich immer - die Fischer.
Wie sie da sitzen, ihren Fisch ausnehmen, ihn verkaufen und in unnachamlicher, sympathsch-norddeutscher Art äußerst verknappt mit solch starken Dialekt mit einander schnacken, dass ich kaum etwas verstehe - wunderbar.

WASSER, uns eigentlich bestens bekannt, von uns zum Leben dringend
benötigt. Wir bestehen selbst zu gut 60 Prozent aus Wasser, unsere
Vorfahren stammen aus dem Wasser, „vor“ unserem Leben lagen wir
neun Monate im Wasser. Wir trinken es, reinigen uns damit, scheiden
es aus. Wir empfinden es als wohltuend, siedeln uns um seine
Vorkommen an, verdienen damit Geld oder bezahlen dafür. Unser Planet
ist zu zwei Dritteln mit Wasser bedeckt.
Obwohl es wenig gibt, dem
wir so verbunden sind, wie dem Wasser, bleibt es uns oft fremd. Zwar
zieht es uns zum
– in Seen und Meere, Thermen und Pools, Duschen
und Badewannen – aber wir bleiben im Wasser nur Gast.
Unsere
eigentliche Lebensumgebung befindet sich am,
nicht im Wasser.
Die
Sicht unter Wasser ist für uns erwachsene Menschen fremd, zumindest
ungewohnt. Wir kennen die faszinierenden Aufnahmen bunt funkelnder
Korallenriffe, versunkener Schiffe in den Weltmeeren, unwirklich
scheinender Unterwasserlebewesen. Wir kennen Fische und Meeressäuger,
die Dynamik ihrer Schwärme, die Anmut des Erscheinens eines Wals
oder eines Hais.
Was aber ist mit dem einfachen Blick ins einfache
Wasser?
In diese Masse, dieses Etwas, dass Meere, Seen und
Badewannen füllt und zur Illusion eines Plateaus, einer Fläche
wird, auf der man sicher zu stehen glauben könnte? Es lebt. Es ist
ständig in Bewegung, mit der Möglichkeit zu erstarren, uns wirklich
zu tragen oder sich einfach zu verflüchtigen.
Ein eigener
Lebensraum. Bei uns, aber nicht mit uns.
Luftbläschen im Wasser
wirken wie schwebende Kugeln, wie kleine Flugobjekte, die es in die
Höhe zieht. Strudel verformen die große, übermächtige Masse.
Es
ist nichts als eine Frage der Zeit und alles ist wie vorher.
Mit
einem gewaltigen Sprung in das, woraus wir bestehen, was uns auch mit
Leichtigkeit umbringen kann, zerstören wir die scheinbare Ruhe des
Wassers
– die Ruhe dieses
Lebensraums. Für diesen Moment des
Eindringens,
mit dem Zerbrechen dieser Schicht, der
Wasseroberfläche,
stiften wir Chaos.

Am Sonntag, den 5.4.2009 wurden auf der Abschlussveranstaltung der Wismarer Heringstage im Alten Hafen die Sieger-Fotos ausgestellt und ihre Fotografen prämiert. Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit mit Michael Krauß vom Hanseatischen Köcheclub Wismarbucht e.V., dem Moderator der Heringstage, Norbert Bosse, den Jurymitgliedern, den Preisstiftern aus Wismar: Buchhandlung Weiland, EDEKA aktiv-markt Korzak und Hotel Altes Brauhaus und für die finanzielle Unterstützung durch die Lighthouse Foundation, die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung und die "Stiftung seeklar".