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Wir arbeiten mit Wissenschaft, NGO's, Behörden, Kommunen und Unternehmen zusammen für eine nachhaltige Nutzung der Meere und Küsten in naher Zukunft. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf, wenn Sie Interesse an einer Zusammenarbeit für diese Ziele haben.

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Schweinswal

tl_files/images/Schweinswalkl_Colinda.JPGSchweinswale sind die einzigen heimischen Wale in Nord- und Ostsee. Sie werden auch Kleine Tümmler oder Braunfische genannt. Sie haben keinen Schnabel wie Delfine und nur eine klein und wenig erhaben.  Weibchen werden bis 1,70 Meter lang, Männchen bis 1,50 Meter. Sie schwimmen in rollenden Bewegungen, bei denen sie kaum aus dem Wasser ragen. Die Jungen werden in den Sommermonoaten geboren.

In der Nordsee leben noch mehrere Tausend Schweinswale. Einige der Tiere halten sich zeitweise in der Ostsee auf. Die einheimische Ostseepopulation ist so stark zusammengeschrumpft, dass sie nur noch aus wenigen hundert Tieren besteht. Auch aus dem Mittelmeer sind sie fast verschwunden. Grundsätzlich kommen die Kleinwale in den gemäßigten bis subarktischen Küstengewässern der Nordhalbkugel vor, an der Küste Nordwest-Afrikas auch noch weiter südlich. Im Schwarzen und Asowschen Meer gibt es isolierte Populationen.

Die kleinen Wale können nur für etwas sechs Minuten die Luft anhalten, weshalb ihnen Fischernetze schnell zum Verhängnis werden können. Außerdem ist ihr empfindliches Gehörsystem anfällig für laute Geräusche von Schiffsmotoren, Rammarbeiten oder gar Munitionssprengungen. Sie nutzen ihr eigenes Sonar für die Orientierung im Raum, für den Beutefang und zur Kommunikation. Schiffs- und Erkundungssonar kann die Tiere deshalb verwirren.

tl_files/images/Schweinswal02kl_Colinda.JPGGiftstoffe gelangen in die Meere und reichern sich teilweise über die Nahrungskette an, wenn sie nicht abgebaut oder ausgeschieden werden können. Das heißt, Planktonorganismen nehmen solche langlebigen Gifte auf. Viele Planktonorganismen landen in den Mägen von Krebsen, Muscheln und Fischen, die wiederrum von Raubfischen, Seevögeln und Meeressäugern wie dem Schweinswal in großer Zahl gefressen werden. So können sich schädliche Stoffe in den am höchsten stehenden Räubern anreichern. Außerdem ist der Mensch Nahrungskonkurrent für die Tiere.

Die Lebendaufnahmen stammen aus einer Schweinswal-Station. Der junge tote Schweinswal lag auf der Helgoländer Düne am Strand. 


tl_files/images/Schweinswaltodkl_SKnotz.jpgInformationen über Schweinswale und Schweinswalforschung:

Wikipedia über Schweinswale

Bundesamt für Naturschutz (BfN) über Schweinswale und Robben unter den Seiten Habitat Mare

Deutsches Meeresmuseum (DMM) - Schweinswalforschung


Forschungs- und Technologiezentrum (FTZ) Büsum der Universität Kiel - Schweinswal- und Meeressäugerforschung


Meeressäugerfunde- und Sichtungen (Schweinswale, Kegelrobben, Seehunde) in MV ans DMM melden: Meldebogen


Schweinswalsichtungen in Nord- und Ostsee SH, an das FTZ Büsum melden: Meldebogen


Info über Schweinswale und Kontaktadresse für Sichtungen bzw. Funde, Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer

Schweinswalinfo ASCOBANS (English) - ASCOBANS ist das UNEP-Schutzabkommen zum Schutz von Kleinwalen in Nord- und Ostsee

Flyer der Coalition Clean Baltic über den Ostseeschweinswal (Baltic Harbour Porpoise) auf Deutsch

Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD) über Schweinswale

Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere (GSM) über Schweinswale und ihr Sichtungsprojekt

NABU-SH über Schweinswale

Infos über den Schweinswal der WDCS (Whale and Dolphin Conservation Society)

Kegelrobbe

tl_files/images/KegelrobbenHelgoland2kl_SKnotz.jpgKegelrobben sind größer als Seehunde und haben eine deutlich langgezogene Schnauze. Sie kommen in Nord- und Ostsee vor. In der deutschen Nordsee gibt es im Prinip nur drei Kolonien, in der Ostsee lebt eine eigene Unterart. Die Bullen können bis zu rund 300 kg schwer werden und über zwei Meter lang. Weibchen wiegen bis zu 170 kg und werden zwei Meter lang. Sie halten sich in den Küstengewässern des Nord-Atlantiks von den gemäßigten bis in sub-arktische Breiten auf.

tl_files/images/KegelrobbenMutterKindkl_SKnotz.jpg
Kegelrobben gebären ihre Jungen bei uns ab Spätherbst und den Winter über an den Küsten oder in der Ostsee auf Eis. Die Jungen können mit ihrem weißen Lanugofell noch nicht ins Wasser. Sie werden rund drei Wochen lang gesäugt und wechseln in dieser Zeit nach und nach ihr Fell beginnend an Schnauze und Flippern.

Die Bullen veranstalten zur Paarungszeit Schaukämpfe, bei denen sich die Tiere aber nicht ernsthaft verletzen.
Auf der Helgoländer Düne kann man Kegelrobben zu allen Jahreszeiten wunderbar von Land aus beobachten. Die Fotos stammen alle von dort. 
tl_files/images/KegelrobbenkampfHelgolandkl_SKnotz.jpg
Infos und Forschung zu Kegelrobben:

Wikipedia über Kegelrobben

WWF über Kegelrobben

Robbenforschung am FTZ Büsum der Universität Kiel

Kegelrobben im Wattenmeer

Robben in MV, früher und heute

Totfunde und Sichtungen in MV ans Deutsche Meeresmuseum melden: Meldebogen


Seehund

tl_files/images/Seehund_DRuess.jpgRund 18.000 Seehunde leben zurzeit im gesamten Wattenmeer von der Niederländischen bis zur Dänischen Küste. 1988 und 2002 fielen fast 50 Prozent der Tiere im Wattenmeer der Seehundstaupe zum Opfer. Die Bestände hatten sich 2007 wieder von der letzten Epedemie erholt. An der deutschen Ostsee kommen Seehunde heute eher als seltene Gäste von den Küsten Dänemarks und Schwedens vor.

Weltweit kommen Seehunde an den Küsten des nördlichen Atlantiks und Pazifiks vor von gemäßigten Breiten bis in die Polargebiete.

Die Jungen werden bei uns im Sommer zwischen Juni und Juli auf Sandbänken geboren und dort rund  sechs Wochen lang gesäugt. Sie gehören zu den Nestflüchtern und folgen der Mutter schon bei der ersten Flut nach der Geburt ins Wassser. Störungen veranlassen die Tiere zur Flucht ins Wasser, wo sie sich wesentlich gewandter bewegen können als an Land. Jede unnötige Flucht kostet die Tiere Energie, was besonders für die Heranwachsenden negativ ist.

Mit ihren Barthaaren können Seehunde auch im Trüben fischen. Sie können mit den empfindsamen Tasthaaren Wasserwirbel aufspüren, die ihre Beute verursacht.

Informationen über Seehunde und Seehundforschung:


Wikipedia über Seehunde
Infos über Seehunde im Wattenmeer
Infos über Robben in MV, früher und heute
Totfunde und Sichtungen in MV ans Deutsche Meeresmuseum melden: Meldebogen
Forschung über die Sinnesleistungen von Seehunden in Rostock-Warnemünde